Visual Universitätsmedizin Mainz

Auf Beschluss des Fachbereichsrates hat die Universitätsmedizin zum Wintersemester 2012/2013 den Masterstudiengang Biomedizin, der seit dem Jahr 2004 vom Fachbereich Biologie unter Beteiligung der Universitätsmedizin angeboten wurde, übernommen. Schwerpunkt des im Rahmen der Reakkreditierung im Jahr 2012 grundlegend überarbeiteten Masterstudiengangs sind neben dem Bereich molekulare und klinische Medizin insbesondere auch die Bereiche Neurowissenschaften und Immunologie.

Der Masterstudiengang bildet ein wichtiges Basiselement für das interfakultäre Promotionsprogramm „Translationale Biomedizin“, das mit Beginn des Jahres 2012 gestartet ist. Durch den Studiengang werden zugleich bedarfsgerecht ausgebildete Nachwuchswissenschaftler/-innen gewonnen und an die Universitätsmedizin gebunden, die in den Forschungsschwerpunkten benötigt werden.

Der Studiengang, bei dem eine Aufnahme nur zum jeweiligen Wintersemester möglich ist, ist auf eine maximale Teilnehmerzahl von 24 Studierende beschränkt, was bei einer Bewerberzahl über 200 einen sehr hohen NC voraussetzt. Das neu strukturierte Programm bietet den Studierenden die Möglichkeit, durch Vertiefung der während ihres Bachelors im Fach Biologie (oder einem vergleichbaren Studiengang) erworbenen Kenntnisse, frühzeitig einen Einblick in die medizinische Forschung in Mainz zu erhalten.

Der Studiengang beinhaltet insgesamt sieben Module: Die ersten vier Module, bestehend aus den Themenbereichen Molekulare und Klinische Medizin (Modul 1), Proteinbiochemie und Bioinformatik (Modul 2, Fachbereich Biologie), Neurowissenschaften (Modul 3) sowie Immunologie (Modul 4), füllen das erste Studienjahr. Diese Module setzen sich aus Vorlesungen, Seminaren und praktischen Übungen bzw. Blockpraktika zusammen und bieten den Studierenden beste Voraussetzungen, in den einzelnen Themenbereichen ein fundiertes Wissen aufzubauen.

In Modul 1 liegt hierbei unter anderem ein Augenmerk auf der Vermittlung medizinischen Wissens, welches nicht im Bachelorstudiengang Biologie erworben wurde. Unter anderem werden Fachkenntnisse der klinischen Chemie, Biochemie, Genetik, Molekularbiologie und Immunologie vertieft. Hinzu kommen außerdem Themen der Pathologie und Pathogenesemechanismen, die während des Bachelorstudiums nicht behandelt wurden.

Das Modul 2 wird vom Fachbereich Biologie betreut. Hier erlangen die Studierenden Fachwissen unter anderem über den Aufbau von Nucleinsäuren, Genen und Proteinen. Es werden 3D-Modelle und Computergrafiken erstellt und präsentiert.

Die “Neurobiologie des Menschen” wird in Modul 3 gelehrt. Es wird eine große Auswahl moderner neurowissenschaftlicher Methoden vermittelt und das Verständnis für Neurowissenschaften durch Einführung von klinischen Modellerkrankungen erweitert.

In Modul 4 werden aufbauend auf das vermittelte immunologische Basiswissen, unter anderem grundlegende immunologische und molekularbiologische Methoden durchgeführt und die Resultate interpretiert. Die Studierenden werden lernen, dass immunologisches Fachwissen zunehmend Anwendung in der Medizin findet.

Jedes der genannten Module wird mit einer Klausur bzw. mündlichen Prüfung abgeschlossen. Mit Bestehen dieser vier Prüfungen sind die Studierenden berechtigt, an den darauf folgenden Modulen teilzunehmen.

Im fünften Modul sollen erweiterte Qualifikationen vermittelt werden. So sind drei Pflichtveranstaltungen (Sicherheit in der Gentechnik, Einführung in die Strahlenkunde und Geschichte der Medizin), sowie verschiedene Wahlpflichtveranstaltungen, wie z. B. Präsentationstraining, Versuchstierkunde und eine Auswahl von Vorlesungen aus der Medizin, Teile dieses Moduls.

Modul 6 besteht aus einem mehrmonatigen Laborpraktikum, das auch der Vorbereitung auf die Masterarbeit dienen kann. Diese Projektarbeit wird in Form eines ausgearbeiteten Protokolls, sowie mit der Erstellung und Präsentation eines Posters abgeschlossen, wobei zumindest die Präsentation in englischer Sprache erfolgen muss.

Die abschließende Masterarbeit (Modul 7) besteht aus der Ausarbeitung einer wissenschaftlichen experimentellen Arbeit (Thesis, Präsentation der Ergebnisse und Disputation). Die Masterarbeit kann wahlweise in deutscher oder in englischer Sprache abgegeben werden.

Detaillierte Informationen finden Sie in der Prüfungsordnung (Pdf , 741,8 KB) und dem Modulhandbuch (Pdf , 246,2 KB).

Kontakt

Dr. Khalad Karram

Koordinator M.Sc. Biomedizin
Tel. 06131-17-9145
 karram(at)uni-mainz.de

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