Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

  






sehr erfreulich ist, dass der DFG-Bewilligungsausschuss über die Weiterförderung des unter der Koordination des Universitätsklinikums Münster etablierten Sonderforschungsbereich-Transregio (SFB/TRR) 58 „Furcht, Angst, Angsterkrankungen“ (Sprecher: Univ.-Prof. Hans Christian Pape) positiv beschieden hat. Zu diesem Erfolg möchte ich Herrn Univ.-Prof. Dr. Beat Lutz (Direktor des Instituts für Physiologische Chemie), der mit seinem Projektteam an diesem Verbund beteiligt ist, gratulieren. Bereits im vergangenen Newsletter konnte ich Ihnen mitteilen, dass unter der Sprecherschaft von Univ.-Prof. Dr. Beat Lutz ein neuer SFB gefördert wurde.

Weiterhin wurde am 20./21. Juni 2016 das Konzept zur Weiterentwicklung des Instituts für Translationale Onkologie (TRON) zum Helmholtz-Institut HI-TRON durch das Gutachtergremium der Helmholtz-Gemeinschaft vor Ort begutachtet und exzellent bewertet. In dem neuen HI-TRON wollen sich Arbeitsgruppen des TRON und des DKFZ Heidelberg gemeinsam der Entwicklung von Krebsimmuntherapien widmen. Im Erfolgsfall wäre dies das zweite Helmholtz-Institut für den Standort Mainz. Den hier beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wünsche ich im Hinblick auf die finale Entscheidung viel Erfolg.

Das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen Mainz (UCT) ist Dreh- und Angelpunkt eines Netzwerks aus vielen Partnern in Rheinland-Pfalz und soll über dieses Netzwerk Tumorpatienten in der Region neueste Therapieoptionen zugänglich machen und Behandlungswege standardisieren. Eine weitere wichtige Aufgabe des onkologischen Zentrums besteht in der Weitergabe des Expertenwissens durch die Ausbildung des klinisch-wissenschaftlichen Nachwuchses. Am 07. Juli wurde das UCT der Universitätsmedizin der JGU Mainz durch die Deutsche Krebshilfe als eines von insgesamt 13 Onkologischen Spitzenzentren in Deutschland zertifiziert. Damit wurde ihm eine gelungene Verbindung von individueller Betreuung von Krebspatienten auf höchstem Niveau und innovativer Grundlagenforschung zur Entwicklung neuer Krebstherapien attestiert. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Onkologische Spitzenzentrum für 4 Jahre mit jährlich 750.000 €.  Zu diesem Erfolg möchte ich den Leiter des UCT, Herrn Univ.-Prof. Dr. Matthias Theobald, sowie alle anderen im Bereich Forschung, Lehre und Krankenversorgung des UCT tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Einrichtungen beglückwünschen. 

   

Auch freue ich mich darüber, dass im Bereich der europäischen Forschungsförderung ein Marie Sklodowska Curie „Initial Training Network“ – Projekt  mit dem Titel: „LISTEN- Liaison in Scientific Training for European auditory Neuroscience“ genehmigt wurde, an dem Herr Prof. Simon Rumpel (Institut für Physiologie) als Partner beteiligt ist. Dieses internationale Netzwerk zur strukturierten Doktorandenausbildung hat seinen wissenschaftlichen Fokus auf der Translation von akustischen Neurowissenschaften in kommerzielle und pharmazeutische Produkte, um Hörstörungen inkl. Tinnitus zu behandeln.
 

Seit dem 1. August 2016 erhält die Universitätsmedizin Mainz als  Partner des MIRACUM-Konsortiums Mittel im Rahmen der BMBF-Förderinitiative Medizininformatik. Ziel dieser Fördermaßnahme ist die Umsetzung von IT-Konzepten, welche die Zusammenarbeit zwischen Kliniken und Instituten, sowohl innerhalb der Universitätsmedizin als auch über deren Grenzen hinaus, unterstützen sollen. Dazu soll an jeder Universitätsklinik u.a. ein sogenanntes  Datenintegrationszentrum geschaffen werden, welches die in der Universitätsmedizin vorhandenen Daten erschließen und für die Patientenversorgung sowie die medizinische Forschung zusammenführen und bereitstellen kann. In der aktuellen, neunmonatigen Konzeptphase sollen nun prototypische Strukturen geschaffen werden, um im Frühjahr 2017 in einem Antrag für die mehrjährige Aufbauphase erfolgreich sein zu können. Dafür ist das Konsortium auf die Mithilfe vieler Akteure an der Universitätsmedizin Mainz angewiesen. Deshalb möchte ich alle Kolleginnen und Kollegen um die Unterstützung dieser Aktivitäten bitten. Bei Fragen können Sie sich gerne an den Standortsprecher für Mainz, Herrn Univ.-.Prof. Dr. Harald Binder  (binderh@uni-mainz.de) am Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) wenden.

Weiterhin möchte ich Sie gerne darauf aufmerksam machen, dass die Universitätsmedizin gemeinsam mit der Johannes Gutenberg-Universität Veröffentlichungen in Open Access-Zeitschriften durch einen Publikationsfonds unterstützt. Inzwischen sind die Mittel des Fonds jedoch soweit ausgeschöpft, dass für 2016 nur noch Publikationen gefördert werden können, bei denen NachwuchswissenschaftlerInnen als korrespondierende/r AutorIn fungieren.

In diesem Zusammenhang möchten wir zur Vorsicht raten bei Verlagen:

- die nicht in entsprechenden Datenbanken aufgeführt sind (Pubmed; Web of Science; Directory of Open Access Journals). In diesen Fällen sind die veröffentlichten Arbeiten praktisch nicht auffindbar und werden dementsprechend nicht gelesen und zitiert. Sie können außerdem aus der relevanten Datengrundlage Web of Science nicht in die Forschungsdatenbank importiert werden und generieren keine LOM.

- bei denen die „author guidelines“ widersprüchlich und/oder in fehlerhaftem Englisch abgefasst sind.

- oder bei denen Editoren ohne die Angabe ihrer Anschrift  oder Forschungsinstitution aufgeführt sind und die im jeweiligen Forschungsgebiet völlig unbekannt sind.

- bzw. keine Editorial Boards bekannt sind.

- bei Journals, die Sie aktiv anschreiben und die Publikation Ihrer Arbeit versprechen ("Predatory Publishers").

Publikationen solcher Verlage erfüllen in der Regel nicht die Qualitätsansprüche des Open Access-Publikationsfonds und werden deshalb nicht gefördert. Da inzwischen sehr viele neue Verlage, vor allem per E-Mail, ihre Dienste anbieten, empfehlen wir eine genaue Vorabinformation über deren Angebote und Seriosität. Falls Sie selbst oder Ihre Mitarbeiter/innen die Verlagsangebote nicht selbst einschätzen können, wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Clement  angela.clement@uni-mainz.de, die Ihnen bei der Recherche gern behilflich ist. Weitere Kriterien, die Sie motivieren sollten, ein Verlagsangebot sehr genau zu betrachten, finden Sie außerdem auf der folgenden Webseite: https://scholarlyoa.files.wordpress.com/2015/01/criteria-2015.pdf
       

Schließlich ist nach einer Bauzeit von zehn Monaten das neue Gebäude 508 auf dem Areal der Universitätsmedizin Mainz fertiggestellt und am 29. Juni 2016 feierlich eröffnet worden. Es wird die Rudolf-Frey Lernklinik (RFLK) und das Interdisziplinäre Zentrum Klinische Studien (IZKS) beherbergen. Die Lernklinik ist als zentrale Lehrplattform der Universitätsmedizin Mainz entstanden, um Exzellenz in der Ausbildung von Studierenden der Human- und Zahnmedizin zu erreichen. Die räumliche Nähe des IZKS zu den klinischen Einrichtungen der Universitätsmedizin ermöglicht eine bessere Unterstützung der patientenorientierten klinischen Forschung. Allen an der Planung und Umsetzung dieses zentralen strategischen Projekts beteiligten Personen darf ich an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich danken. Ich wünsche Frau Professor Annegret Kuhn und ihrem Team und Herrn Dr. Buggenhagen und seinem Team in den neuen Räumlichkeiten viel Erfolg und Freude bei ihrem Engagement für eine innovative und praxisorientierte Forschung und Lehre.

Zahlreichen Studierenden unseres Fachbereiches konnten wir außerdem in diesen Tagen nach erfolgreicher Absolvierung der Abschlussprüfungen im Rahmen einer Feierstunde die Examensurkunden überreichen. Die Leistungen der Zahnmedizinstudierenden sind an dieser Stelle besonders hervorzuheben: In diesem Studienfach schlossen 14 Studierende (ca. 32 %) das Studium mit der Note „sehr gut“ ab. Für die nächsten Schritte auf einem gelungenen Weg in ihr Berufsleben wünsche ich den insgesamt 155 Absolventinnen und Absolventen des Studienfachs Humanmedizin sowie den 44 Absolventinnen und Absolventen des Studienfachs Zahnmedizin viel Erfolg.

Herzlichst
Ihr
Ulrich Förstermann
Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan