GK 1044: Entwicklungsabhängige und krankheitsinduzierte Modifikationen im Nervensystem

Neuropathologische Veränderungen reaktivieren genetisch determinierte Programme und aktivitätsabhängige Prozesse, wie sie während der frühen Normalentwicklung des Organismus auftreten. Diese zentrale Forschungsidee wird im DFG-Graduiertenkolleg 1044 "Entwicklungsabhängige und krankheitsinduzierte Modifikationen im Nervensystem" an verschiedenen Modellorganismen, einschließlich dem Menschen, und unter Anwendung modernster molekularbiologischer, zellphysiologischer und klinischer Techniken, einschließlich bildgebender Verfahren, bearbeitet.

Im Teilbereich "Ontogenese des Nervensystems" werden Mechanismen der Zellmigration, Synaptogenese, des axonalen Wachstums und der Axon-Glia-Interaktionen untersucht. Im Teilbereich "Neurodegeneration und -regeneration" werden die molekularen Grundlagen pathophysiologischer Prozesse bei akuten und progredienten neuronalen Schädigungen analysiert, wobei auch entwicklungsabhängige Prozesse, zum Beispiel Apoptose, betrachtet werden. Ziel dieses Teilbereichs ist unter anderem die Entwicklung neuer Therapiestrategien. Klinische Aspekte, von der Molekularbiologie des GABAA-Rezeptors bis zur funktionellen Bildgebung, werden im Teilbereich "Sensorische Funktion und Dysfunktion" untersucht. Durch die Interaktionen und Kooperationen zwischen diesen drei Teilbereichen sollen sowohl neue Forschungsansätze als auch neue interdisziplinäre Studienprogramme realisiert werden.

Naturwissenschaftliche und medizinische Doktoranden erhalten im Rahmen einer Ringvorlesung, eines Gästekolloquiums, eines Jahresarbeitstreffens und verschiedener theoretischer und praktischer Fortbildungsveranstaltungen eine inhaltlich und methodisch breit gefächerte Ausbildung in den Neurowissenschaften. Ein enges und kontinuierliches Betreuungskonzept während der gesamten Promotionsphase gewährleistet eine zügige und qualitativ hochwertige Ausbildung. Ziel ist neben der forschungsorientierten Ausbildung auch die Förderung von Auslandsaufenthalten in Partnerlabors.

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