Visual Universitätsmedizin Mainz

T-Vent
Das Wegfallen verbaler Kommunikation durch eine Trachealkanüle aufgrund von Lungenfunktionsstörungen, Erschöpfungen oder anderen Erkrankungen führen häufig zur Isolation von Patienten. Durch das T-Vent System (Pdf , 109.4 KB), bestehend aus einer weiterentwickelten Trachealkanüle, in Verbindung mit einem computergesteuerten System, das in der Ausatemphase das Sprechen durch einen zusätzlichen Luftstrom in Richtung der Stimmbänder ermöglicht, kann die physische Belastung von Patienten durch Isolation vermieden werden.

 

 

MHS-unabhängige Tumor-Antigene für die Krebsimmuntherapie
Krebs ist trotz der Entwicklung vieler Therapiemöglichkeiten noch immer die häufigste Todesursache. Klinische und tier-experimentelle Befunde haben gezeigt, dass das T-Zellsystem maligne entartete Zellen erkennt und diese zerstören kann. Insbesondere CD8+ T-Zellen sind inder Lage, Tumorabstoßungsreaktionen zu bewirken. Mehr dazu erfahren Sie hier (Pdf , 98.6 KB).

 

 

Vorhersage der latenten Plazentainsuffizienz mit Risiko einer fetalen Hypoxie am Termin
Die antenatale Hypoxie ist in 63% mit dem strukturellen Bild der plazentaren Zottenunreife korreliert. Bei einer in der Regel mehrere Wochen symptomlos verminderten Transportleistung, genügen minimale Belastungsfaktoren um unerwartete Dekompensation mit hypoxischen Episoden oder rasch progredienter Hypoxie des Ungeborenen auszulösen.
Die Konsequenzen erscheinen meist in Form von antepartaler Hypoxie, intrauterinem Fruchttod des reifen Kindes am Termin oder erhöhter neonataler Mortalität und Morbilität.
Um das Krankheitsbild rechtzeitig zu erkennen, wurden Marker entwickelt, die aus Körperflüssigkeiten der Mutter identifiziert werden sollen.

 

 

Katheter zur Behandlung des vorzeitigen Blasensprungs (PPROM)
Der vorzeitige Blasensprung kommt bei 3% aller Schwangerschaften vor und für 1/3 aller Frühgeburten verantwortlich. Oft ist er mit einer erhöhten neonatalen Morbidität und Mortalität verbunden.
Der Einsatz der kontinuierlichen Amnioninfusionmittels Portsystems wurde bereits an zwei Patientinnen erfolgreich angewandt. Die neue Technologie wird zusätzlich durch den Einsatz eines speziellen Katheters optimiert. Der Katheter zeichnet sich durch die sehr dünne Führungsnadel aus. Die Dislozierung des Katheters wird verhindert, die Punktionsstelle am Uterus abgedichtet und die Gefahr einer aszendierenden Peritonitisstark verringert. Hier (Pdf , 100.8 KB) erfahren Sie mehr.

 

 

Neuer Therapieansatz zur Behandlung der Bisphosphonat assoziierten Osteonekrose
Durch Gabe von Bisphosphonaten, welche bei Erkankrungen mit unerwünscht hoher Knochenresorption gegeben werden, kann als Gegenanzeige eine Osteonekrose des Kiefers auftreten. Bisher konnte noch keine wirsame Therapie gegen das Krankheitsbild entwickelt werden.
Ein bereits auf dem Markt erhältlicher Wirkstoff konnte jedoch eine signifikante Vitabilitätssteigerung der Osteoblasten zeigen. So kann bereits bei den geringsten Anzeichen einer Nekrose positiv entgegengewirkt werden. Mehr dazu hier (Pdf , 98.3 KB).

 

 

Lanthanoide als Enhancer in der Strahlentherapie von Tumorerkrankungen
Eine weit verbreitete Behandlungsmethode für Krebs ist die Strahlentherapie. Obwohl Krebszellen empfindlicher als gesunde Zellen auf ionisierende Strahlen reagieren, müssen hohe Strahlendosen eingesetzt werden. Dies führt zu unerwünschten Nebenwirkungen. Lokal wirkende Enhancer können die Strahlung verstärken, so dass die Gesamtdosis verringert und gleichzeitig die ionisierende Wirkung im Tumorgewebe erhöht wird. Sie erfahren mehr dazu hier (Pdf , 96.2 KB).

 

 

Katheter zur Behandlung von infravesikalen fetalen Obstruktionen
Infravesikale fetale Obstruktionen führen bei Nichtbehandlung häufig zum perinatalen Tod des Kindes. Die einzige Behandlungsmöglichkeit besteht bisher in einer suprapubischen Urinableitung durch den Einsatz des spiralförmigen „Michael Harrison“-Katheters. Die Platzierung dieses Katheters ist technisch sehr kompliziert, die Führungsnadel ist unakzeptabel dick und birgt damit ein hohes Risiko für die Auslösung einer Fehlgeburt oder die Verletzung der Patientin und des Fötus. Häufig zieht der Fötus den Katheter selbst heraus. Durch diese schwerwiegenden Nachteile bleibt das Krankheitsbild in den meisten Fällen unbehandelt. Mehr dazu hier (Pdf , 126.7 KB).

 

 

Ansprechpartner

Stabsstelle Technologietransfer & Wissensmanagement

 Dr. Matthias Schwabe
Tel.: 06131 17-9704
Fax: 06131 17-9669
Mail: technologietransfer.um@uni-mainz.de