Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

unsere Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand, Prof. Dr. Babette Simon, gibt zum 01. September ihre Positionen an der Universitätsmedizin auf. Für ihren Einsatz in den letzten drei Jahren möchte ich mich herzlich bedanken und wünsche ihr für die Zukunft alles Gute. Das Amt des Vorstandsvorsitzenden und Medizinischen Vorstandes übernimmt Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer.

Nach seinem Besuch im März hat der Wissenschaftsrat der Universitätsmedizin Mainz eine gute Entwicklung bescheinigt. In Forschung und Lehre bewertet der Wissenschaftsrat die Universitätsmedizin sehr positiv. Es sei gelungen, die Vorteile des eingeführten Integrationsmodells, welches Fakultät und Klinikum in einer gemeinsamen Rechtspersönlichkeit und mit gemeinsamer Leitungsstruktur zusammenführt, weitgehend umzusetzen. Diese Bestätigung der guten Entwicklung ist eine Würdigung der hervorragenden Arbeit und des großen Engagements aller Einrichtungsleiter und Mitarbeiter der Universitätsmedizin. Hierfür möchte ich mich herzlich bei Ihnen bedanken.

Ich freue mich außerordentlich Ihnen mitteilen zu können, dass das EU-Projekt ‚Dynamic MOdelling of REsilience‘ (DynaMORE) bewilligt wurde und über 5 Jahre mit rund 6 Mio. Euro gefördert wird. Koordinator an der Universitätsmedizin ist Herr Univ.-Prof. Kalisch (Neuroimaging Center NIC). Es handelt sich hierbei um ein Verbundprojekt mit 11 Partnern aus Belgien, Israel, Niederlande, Polen und der Schweiz.

Darüber hinaus wurden zwei weitere EU-Projekte, bei denen die UM als Partner fungiert, genehmigt. Dies sind die Projekte ‚Multimodal nanoparticles for structural and functional tracking of stem cell therapy on muscle Regeneration‘ (nTRACK) mit Herr Univ.-Prof. Mailänder (Hautklinik und Poliklinik)  und ‚Innovative materials and techniques for the conservation of 20th century concrete-based cultural heritage‘ (InnovaConcrete) mit Herr Univ.-Prof. Müller (Institut für Physiologische Chemie).

Außerdem kann ich positiv berichten, dass BioNTech in Zusammenarbeit mit klinischen Partnern und dem translationalen Forschungsinstitut TRON positive klinische Studienergebnisse mit BioNTechs individualisierter Krebsvakzine IVAC® MUTANOME veröffentlicht hat. In der Fachzeitschrift Nature wurden die Ergebnisse der klinischen Phase I-Studie veröffentlicht, in der ein individualisierter, RNA-basierter Impfstoff auf Grundlage patientenspezifischer Mutationen (IVAC® MUTANOME) getestet wurde. Es ist die weltweit erste klinische Studie, die belegt, dass eine für individuelle Mutationen kodierende RNA-Vakzine das Immunsystem spezifisch aktivieren und eine Antitumoraktivität herbeiführen kann.

Die zunehmende Antibiotikaresistenz gegen bewährte Wirkstoffe kostet weltweit nicht nur immer mehr Menschen das Leben, sondern hat zusätzlich hohe wirtschaftliche Auswirkungen. Dies betreffend ist ein neuer EU-Aktionsplan der Europäischen Kommission gegen Antibiotikaresistenz veröffentlicht worden. Der Aktionsplan enthält Empfehlungen, welche die nationalen Leitlinien der EU-Länder für die Bekämpfung und Vorbeugung von Infektionen ergänzen. Außerdem wurde eine neue, globale Forschungsinitiative gegen antimikrobielle Resistenzen beschlossen. Mit bis zu 500 Millionen Euro will das BMBF in den nächsten zehn Jahren die Initiative unterstützen.

Weiterhin möchte ich Sie auf die Erweiterung der förderbaren Studientypen im Programm "Klinische Studien" der Deutschen Forschungsgemeinschaft hinweisen. Ab sofort werden interventionelle klinische Studien zu therapeutischen, diagnostischen oder prognostischen Verfahren in Form von Klinischen Machbarkeitsstudien und Klinischen Interventionsstudien gefördert. Ziel dieser Förderung ist das Erbringen eines Wirksamkeitsnachweises eines therapeutischen, diagnostischen oder prognostischen Verfahrens. Zusätzlich gefördert werden Klinische Beobachtungsstudien, sofern mit der Beobachtungsstudie eine hoch relevante Fragestellung behandelt wird, deren Beantwortung nachweislich nicht mit einem interventionellen Design möglich ist. Anträge auf Förderung können jederzeit eingereicht werden. Die Bewilligungsquote liegt bei den eingereichten Vollanträgen bei ca. 50%. Nähere Informationen können Sie auf der Seite der DFG nachlesen.

Das Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission hat seine Labore und Anlagen für Wissenschaftler und Forschende aus dem privaten und dem öffentlichen Sektor geöffnet. In einer Pilotphase sollen zunächst die Anlagen in Ispra (Italien), anschließend auch Karlsruhe, Geel (Belgien) und Petten (Niederlande) geöffnet werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

In den letzten Tagen konnte ein Lizenzvertrag mit der Firma Medyseller, welcher durch die IMG vermittelt wurde, unterschrieben werden. Durch diesen bedeutenden Verwertungsvertrag werden die Erfolge des Technologietransfers der letzten Jahren maßgeblich übertroffen. Die Erfindungsmeldung zum Ballonkathetersystem wurde 2010 eingereicht und im selben Jahr zum Patent angemeldet. Die erste Patenterteilung erfolgte 2016.

Anfang Juli 2017 verabschiedete der Fachbereich der Universitätsmedizin wieder zahlreiche Studierende nach dem erfolgreichen Abschluss der Examensprüfungen aus dem Studium. So nahmen im Juli 2017 199 Absolventinnen und Absolventen der Humanmedizin und 40 Absolventinnen und Absolventen der Zahnmedizin in den feierlichen Zeugnisübergaben ihre Urkunden entgegen. Im Studienfach Humanmedizin schlossen 18 Personen und im Studienfach Zahnmedizin 8 Personen mit der Bestnote „sehr gut“ ab.

Der Senat der Johannes Gutenberg Universität Mainz wählte Herrn Univ.-Prof. Dr. Wilfried Roth (Institut für Pathologie) als neuen DFG Vertrauensdozent für die Johannes Gutenberg Universität in Nachfolge zu Herr Univ.-Prof. Dr. Bernd Kaina (Institut für Toxikologie). Der DFG Vertrauensdozent berät DFG-Antragssteller und -Projektleiter u.a. in Zweifelsfragen zu Forschungsprojekten.

Wir betrauern den Tod von Herrn Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Bodo-Knut Jüngst (ehemals Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin), der im Alter von 82 Jahren verstorben ist. Durch sein erfolgreiches klinisches und wissenschaftliches Wirken hat sich Herr Prof. Jüngst in besonderer Weise um die Universität und Universitätsmedizin verdient gemacht.

Bitte beachten Sie die von uns zur Verfügung gestellten Informationen zu Fördermöglichkeiten nach Zielgruppen, Stellenausschreibungen, Personalia und Veranstaltungen.

 

 

Herzlichst
Ihr
Ulrich Förstermann
Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan