Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

gerne möchte ich Sie darüber informieren, dass das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur den Wissenschaftsrat gebeten hat, das Landesgesetz über die Errichtung der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Universitätsmedizingesetz - UMG -), das seit 1. Januar 2009 in Kraft ist, zu evaluieren. Gegenstand der Evaluation sollen u. a. die im UMG etablierten Rahmenbedingungen und Strukturen sein. Die in den Jahren 2008 und 2010 vom Wissenschaftsrat vorgelegten Empfehlungen zur Entwicklung und Ausrichtung der Universitätsmedizin Mainz und der inzwischen erreichte Sachstand werden dabei berücksichtigt. Zu diesem Zweck hat der Wissenschaftsrat eine Arbeitsgruppe einberufen, die die gewünschte Evaluation durchführen wird. Im März 2017 wird der Standort von der Arbeitsgruppe besucht, um Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Universitätsmedizin Mainz und des Landes zu führen. Zur Vorbereitung des Vor-Ort-Besuches werden derzeit alle vom Wissenschaftsrat vorab benötigten Informationen zusammengestellt. In meiner Funktion als Wissenschaftlicher Vorstand bitte ich dafür alle Beteiligten um Unterstützung. Ich werde Sie jeweils zeitnah informieren und aktiv einbinden.
 

Weiterhin freut mich sehr,  dass an der Universitätsmedizin Mainz eine  Seniorforschungsprofessur vom Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, eingerichtet wurde. Herr Univ.-Prof. Dr. Ulrich Walter, wird als ehemaliger Inhaber der W3-Professur für Translationale Forschung in Thrombose und Hämostase diese Professur am Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) inne haben. Es handelt sich dabei um eine seltene Auszeichnung des Landes. Herr Professor Walter ist auch der erste Inhaber einer solchen Seniorforschungsprofessur in der Universitätsmedizin Mainz.

Die Seniorforschungsprofessur hat zum Ziel, Forschungskompetenzen an der Universitätsmedizin Mainz nachhaltig zu verankern, indem diese an die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler weitergegeben werden. Konkret sollen die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, insbesondere durch die Weiterentwicklung von Ausbildungsprogrammen und Mentoring unterstützt werden. Weiterhin sollen akademische Forschungstätigkeiten vertieft werden, um die internationale Sichtbarkeit auszubauen. Auf diese Weise können Forschungskompetenzen von besonderer Bedeutung, der Universitätsmedizin erhalten bleiben. Für diese anspruchsvolle Tätigkeit wünsche ich Herrn Professor Walter viel Erfolg.

In den letzten Wochen traten 179 Mainzer Studierende zum schriftlichen Teil des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung an, von denen 89,9 % die schriftliche Prüfung erfolgreich absolvierten. Damit liegt die Mainzer Erfolgsquote in diesem Prüfungstermin knapp unter der bundesweiten Erfolgsquote von 90,6 %. Das Niveau der im Herbst 2015 erreichten, über dem Bundesdurchschnitt liegenden, Mainzer Erfolgsquote von 93,7 % konnte damit leider nicht gehalten werden. Der im bundesweiten Vergleich auf die Erfolgsquote bezogene Rangplatz 16 für Mainz ist jedoch nahezu mit dem Vorjahreswert (Herbst '15: Rangplatz 15 für Mainz) vergleichbar.

Besonders hervorzuheben ist wieder einmal die Leistung der Mainzer Referenzgruppe. Diese Studierendengruppe, die in Mindeststudienzeit erstmals zur Prüfung antrat, erzielte eine Bestehensquote von 100 % und beantwortete dabei einen über dem bundesweiten Vergleichswert liegenden Anteil der Prüfungsfragen richtig. Entsprechend fiel bei isolierter Betrachtung der Teilgruppen die Erfolgsquote in der Nicht-Referenzgruppe deutlich geringer aus (76,3 %). Dieser Vergleich der Teilgruppenergebnisse bestärkt mich einmal mehr in der Zielsetzung, den Mainzer Anteil der Prüfungsantritte in Regelstudienzeit mittelfristig spürbar zu erhöhen.

Gerne möchte ich abschließend noch Frau Franziska Hornig als neue Leiterin der Abteilung Forschung im Ressort Forschung und Lehre begrüßen. Frau Hornig wechselte zum 1. September 2016 vom Institut für Molekulare Biologie (IMB) in Mainz an die Universitätsmedizin. Mit Fokus auf die Forschungsförderung, unterstützt Frau Hornig mit ihrem Team alle wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UM bei der Einwerbung von Drittmitteln. Sofern Sie einen passenden Fördermittelgeber für Ihre Idee suchen oder Unterstützung bei Ihrem Projektantrag bis zur Antragseinreichung benötigen, wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartner der Abteilung Forschung.

 

Der Technologiertransfer wie auch das Wissensmanagement wird zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Dies steht nicht nur im engen Zusammenhang mit der Exzellenzinitiative, dem Kerndatensatz Forschung und der Einwerbung von zusätzlichen Drittmitteln sondern auch damit, dass die Universitätsmedizin, einer der stärksten und innovativsten Partner im Patentverbund Rheinland-Pfalz, sein Potential noch nicht vollständig ausschöpft. Damit die UM in den nächsten Jahren auf diesem Gebiet mehr Erfolge vorzeigen kann, habe ich die Stabsstelle Technologietransfer und Wissensmanagement als Ansprechpartner für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Unternehmen initiiert. Auf Grund seiner Erfahrungen konnte Herr Dr. Matthias Schwabe für die Leitung der neu eingerichteten Stabsstelle gewonnen werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Stabsstelle Technologietransfer und Wissensmanagement.   


Weiterhin betrauern wir den Tod von Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Jochen Heine (ehemals Orthopädische Klinik und Poliklinik), der im Alter von 73 Jahren verstorben ist. Durch sein herausragendes und sichtbares Engagement in Krankenversorgung, Wissenschaft und Lehre hat sich Herr Professor Heine in besonderer Weise um die Universität und die Universitätsmedizin verdient gemacht. Wir werden ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.

Ebenso betrauern wird den Tod von Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Rudolf K. Zahn (ehemals Institut für Physiologische Chemie), der am 26. September 2016 im Alter von 96 Jahren verstorben ist. Auch Herr Professor Zahn prägte die wissenschaftliche, akademische und klinische Ausrichtung an der Universität und Universitätsmedizin nachhaltig und hat sich in besonderer Weise darum verdient gemacht. Wir werden ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.

 

Herzlichst
Ihr
Ulrich Förstermann
Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan