Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr erfreulich ist die Veröffentlichung von Forschungserkenntnissen von Wissenschaftlern der UM in hoch renommierten Fachzeitschriften. Auf dem Gebiet der Neuroregeneration veröffentlichte das Team um Univ.-Prof. Dr. Benedikt Berninger (Institut für Physiologische Chemie) seine Erkenntnisse zur Umwandlung von Perizyten (bindegewebsartigen, nicht-neuronalen Zellen des Gehirns) in Nervenzellen in der Zeitschrift „Nature Neuroscience“ (Impact Faktor von 19,9). Diese Erkenntnisse sind essentiell, um künftig eine direkte Reprogrammierung von nicht-neuronalen Zellen in Neurone zur Regenerierung von erkranktem Hirngewebe nutzen zu können.

Außerdem wurde eine Studie, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG, SFB 1066), in „Nature Nanotechnology“ (Impact Faktor 37,4) veröffentlicht. Univ.-Prof. Dr. Volker Mailänder (Hautklinik) und sein Team präsentieren in ihrer Arbeit „Pre-adsorption of antibodies enables targeting of nanocarriers despite a biomolecular corona“ Forschungsergebnisse, die zum verbesserten Transport von Nanomolekülen zu ihren Zielstrukturen beitragen können.

Die Veröffentlichungen in diesen hoch angesehenen Zeitschriften sprechen für die Qualität der Mainzer Wissenschaftler. Es freut mich hierzu meinen Glückwunsch aussprechen zu können.

 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Forschungsprojekt "Stellenwert der Integrinrezeptoren als therapeutisches Target für das metastasierte Prostatakarzinom unter Resistenz zu Taxanen und Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitoren" der Universitätsmedizin mit insgesamt rund 500.000 Euro. Prof. Dr. Igor Tsaur von der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie und sein Team beschäftigen sich gemeinsam mit urologischen Universitätskliniken in Frankfurt am Main und Homburg Saar damit, die Behandlung von metastasiertem Prostatakarzinom zu verbessern. Ich gratuliere herzlich zu diesem Erfolg und wünsche bei der Umsetzung des Projektes gutes Gelingen.

 

Univ.-Prof. Dr. Krishnaraj Rajalingam (Institut für Immunologie) übernimmt für die nächsten fünf Jahre eine Gastprofessur am Institut für Molekular- und Zellbiologie (IMCB) in Singapur. Am IMCB wird Herr Rajalingam die „Cancer library initiative“ koordinieren. Ich wünsche bei dieser herausfordernden Aufgabe alles Gute und viel Erfolg.

 

Diesjährig wurde der Boehringer Ingelheim Preis zu gleichen Teilen an zwei erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler der UM verliehen: Dr. Frank Bicker (Institut für Mikroskopische Anatomie und Neurobiologie) und Dr. Swenja Kröller-Schön (Zentrum für Kardiologie). Herr Bicker konnte die Rolle des Proteins EGFL7 bei der Bildung von neuen Nervenzellen aus Stammzellen im erwachsenen Gehirn sowie dessen Wirkungsweise nachweisen. Frau Kröller-Schön untersuchte den Einfluss von Fluglärm auf die Gesundheit, mit speziellem Blick auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu ihren herausragenden Leistungen und der Verleihung des Preises gratulieren ich den beiden herzlich.

 

Die Forschungsarbeit von Frau Dr. Yvonne Huber (I. Medizinische Klinik und Poliklinik) auf dem Gebiet der Lebererkrankungen wurde mit der Verleihung des Dagmar-Eißner-Förderpreises gewürdigt. Aufgrund beeindruckender Ergebnisse erhält Frau Huber den mit 3.000 Euro dotierten Preis. Ich gratuliere Frau Huber herzlich und wünsche ihr weiterhin viel Erfolg bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit.

 

Zum 1. Juni 2018 hat die Universitätsbibliothek Mainz aus Mitteln des Publikationsfonds einen Rahmenvertrag mit dem Verlag Frontiers abgeschlossen. Auf der Grundlage der Vereinbarung erhalten auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsmedizin einen Rabatt von 15% auf die Publikationsgebühren (APCs) aller von ihnen eingereichten und akzeptierten Artikel bei Frontiers. Auch eine Erstattung der APCs aus dem Publikationsfonds ist möglich. Bitte beachten Sie hier das gesonderte Antragsverfahren. Für alle Fragen zu den Fördermöglichkeiten steht Ihnen das Team der  Abteilung Forschung gern zur Verfügung.

 

Am 31.05. sowie 01.06. fand in Mainz der 79. Ordentliche Medizinische Fakultätentag (oMFT) statt, bei dem mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter der Medizinische Fakultäten, der Gesundheits- und Wissenschaftspolitik, Wirtschaft und der Presse anwesend waren. Es standen vor allem die Themen Studienplatzzahlerhöhung und Ärztemangel im Mittelpunkt. Der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichtes Ferdinand Kirchhof stellte fest, dass den Hochschulen zukünftig für das Auswahlverfahren zur Studienplatzvergabe Freiräume für die individuelle Gestaltung eingeräumt werden sollen und die Wartezeitregelung entfallen soll. Fotos zum 79. oMFT finden Sie hier.

 

Die DFG-Senatskommission für Grundsatzfragen der Klinischen Forschung hat jüngst eine Selbstverpflichtung und Handlungsempfehlungen vorgelegt. Die Stellungnahme der Arbeitsgruppe „Qualität in der Klinischen Forschung“ befasst sich mit der Debatte um Replizierbarkeit in der Medizin und Biomedizin. Neben einer Beschreibung der Herausforderungen in der Medizin zum Thema Replizierbarkeit, enthält die Stellungnahme Empfehlungen für Wissenschaftler. Das Papier finden Sie hier.

 

Abschließend möchte ich Ihnen mitteilen, dass Frau Dr. Silvia Tschauder die Leitung der Abteilung Forschung im Ressort Forschung und Lehre übernommen hat. Die Unterstützung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses sowie unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist uns allen ein großes Anliegen. Für eine individuelle Beratung oder weiterführende Informationen sprechen Sie gerne Frau Tschauder und ihr  Team an.

 

Bitte beachten Sie die Förderinformationen sowie die Informationen zu Stellenausschreibungen, Personalia und Veranstaltungen.

 

Herzlichst
Ihr
Ulrich Förstermann
Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan