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Newsletter Januar 2016

Foto Prof. Förstermann

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

mit dem aktuell vorliegenden Newsletter möchte ich Sie zu Beginn des neuen Jahres mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2016 begrüßen und Sie über folgende Themen informieren:

 

 

Ein für die Forschung sehr erfreuliches Ereignis ist die Bewilligung des Sonderforschungsbereichs SFB 1177 zur selektiven Autophagie. Die DFG fördert diesen neuen Forschungsverbund mit Beteiligung der Universitätsmedizin Mainz unter Univ.-Prof. Dr. Behl, Direktor des Instituts für Pathobiochemie und stellvertretender Leiter dieses SFBs, über die nächsten vier Jahre mit einer Bewilligungssumme von insgesamt rund 11 Millionen Euro. Die Federführung liegt bei der Johann Wolfgang von Goethe-Universität Frankfurt. Hiermit belegt der regionale Forschungsschwerpunkt Rhein-Main wieder seine exzellenten Wissenschaftsleistungen. Anliegen der Forscher ist der bessere Erkenntnisgewinn der Autophagie auf zellulärer und molekularer Ebene, deren Vorgänge mit Wirkstoffen beeinflussbar werden sollen, um sowohl Krebs- und neurodegenerative Erkrankungen als auch Infektionen und Entzündungsreaktionen effizienter behandelbar werden zu lassen.

 

 

Der Vorstand der Universitätsmedizin Mainz hat sich zu Beginn des kommenden Jahres personell verändert. Der bisherige Kaufmännische Vorstand Götz Scholz ist zum 31.12.2015 in den Ruhestand getreten. Ich danke ihm für die gute Zusammenarbeit und sehe nach der Übergangsphase unter kommissarischer Leitung mit Herrn Uwe Lucht der zukünftigen Zusammenarbeit mit Frau Dr. Elke Frank (bisher Geschäftsführerin des Klinikverbunds Südwest) ab Mitte Februar freudig entgegen.

 

 

Gleich zwei Berufungen von strategischer Bedeutung sind erfolgreich abgeschlossen: Univ.-Prof. Dr. Annette Hasenburg wird zum 01. Februar 2016 neue Direktorin der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten der Universitätsmedizin Mainz. Univ.-Prof. Dr. Axel Haferkamp übernimmt ab 01. April 2016 die Leitung der Urologischen Klinik und Poliklinik.

 

 

Herr Prof. Dr. Onur Güntürkün ist Inhaber der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur im Jahr 2016. Im Sommersemester 2016 wird eine Vorlesungsreihe von Onur Güntürkün zum Thema "Psychologie und Gehirn: Zur Innenansicht des Menschen" stattfinden. Die Veranstaltungsreihe findet jeweils dienstags ab 18:15 Uhr im Hörsaal RW 1 der JGU statt.

 

 

Die G. und I. Leifheit-Stiftung Nassau stellt der Universitätsmedizin Mainz dankenswerterweise finanzielle Mittel in siebenstelliger Höhe zur Einrichtung einer Stiftungsprofessur für Geriatrie zur Verfügung. Diese Stiftungsprofessur soll auf dem Feld der Versorgungsforschung den Weg für neue, geriatrische Versorgungsformen ebnen. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird die medizinische Versorgung von Menschen mit altersbedingten Erkrankungen in Zukunft immer wichtiger. Deshalb hat der Vorstand diese Stiftungsprofessur für Geriatrie gemeinsam mit Ilse Leifheit, der Ehefrau des Stifters, der rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministerin, Vera Reiß, und der rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerin, Sabine Bätzing-Lichtenthäler vorgestellt.

 

 

An der Universitätsmedizin wurde eine neue medizinische Betriebseinheit gegründet, das Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie, als dessen Direktor Univ.-Prof. Dr. Michael Jansky berufen wurde.
Um die Allgemeinmedizin innerhalb des Studiums der Humanmedizin in Mainz nachhaltig weiter zu stärken, hatte die Universitätsmedizin Mainz eine Professur für Allgemeinmedizin neu eingerichtet. Diese Professur wurde mit Univ.-Prof. Dr. Michael Jansky besetzt, der zum 01.01.2016 auch Direktor des Zentrums für Allgemeinmedizin und Geriatrie geworden ist.

 

 


Um die Situation der rund vier Millionen Menschen mit einer seltenen Erkrankung in Deutschland (weniger als fünf von 10.000 Personen betroffen) nachhaltig zu verbessern, hat die Universitätsmedizin Mainz das „Zentrum für Seltene Erkrankungen des Nervensystems (ZSEN) Mainz“ gegründet. In dem interdisziplinären Forschungs- und Behandlungszentrum wird die klinische Versorgung von Patienten mit seltenen Erkrankungen des Nervensystems und unklaren Diagnosen des Nervensystems gebündelt sowie eng mit Forschung und Lehre verknüpft.

 

 

 

Die Villa Metabolica, eine Organisationseinheit des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin und zugleich das international anerkannte Zentrum zur Diagnostik, Behandlung und Erforschung lysosomaler Speicherkrankheiten der Universitätsmedizin Mainz, erweitert den Anwendungsbereich von Enzymersatztherapien zur Behandlung seltener angeborener Stoffwechselstörungen: Erstmals in Europa behandelt sie die durch genetische Mutationen verursachte, die Leber angreifende und potentiell lebensbedrohliche Cholesterinester-Speichererkrankung mit dem neuen Medikament Sebelipase α. Dabei handelt es sich um ein biotechnologisch hergestelltes Enzym. Die neue Enzymersatztherapie soll bei den Betroffenen den angeborenen Mangel an lysosomaler saurer Lipase entgegenwirken und den Fettstoffwechsel normalisieren. Ziel ist es, eine chronische Fettanreicherung sowie multisystemische Organschäden zu verhindern und die Überlebensrate der Patienten zu verbessern.

 

 

 

Unter Federführung der AG Rehawissenschaften & E-Mental Health der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Mainz in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) sowie dem Institut für Wissensmedien der Universität Koblenz Landau wurde eine Art virtuellen Klinik errichtet. Sie soll Patienten bei ihrer Vorbereitung auf eine stationäre psychosomatische Rehabilitation unterstützen und ihre Motivation für die Teilnahme steigern. Das neue interaktive Info-Portal für Reha-Patienten „Reha:Info“ versucht Fragen zu beantworten z. b. wann eine stationäre Rehabilitation für psychosomatische Patienten erforderlich ist und welche Chancen sich daraus ergeben oder welche Angebote und Abläufe erwarten die Patienten dort erwarten, wie sie selbst zu ihrer Genesung beitragen können.

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann

Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan