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BMBF - Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose

Multiple Sklerose ist nach wie vor nicht heilbar und eine Erkrankung von großer sozioökonomischer Relevanz: Die Diagnose fällt in der Regel in ein Alter, in dem die Weichen für die Zukunft gestellt werden, Beruf und Lebensplanung im Vordergrund stehen: zwischen 20 und 40 Jahre. Jüngsten Hochrechnungen zufolge sind etwa 130.000 Menschen in Deutschland betroffen – zwei Drittel davon sind Frauen.

Als eines der Kompetenznetzen in der Medizin, die das Ziel haben - Forscher zu spezifischen Krankheitsbildern bundesweit und interdisziplinär zusammenzubringen, um die Patientenversorgung zu verbessern - fokussiert sich das „krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose“ auf die langfristige Verbesserung der MS-Diagnose, -Therapie und Versorgungsqualität. Angestrebt wird vor allem ein schneller Transfer der Forschungserkenntnisse in die Praxis. Das Projekt wurde im Mai 2009 gestartet. Die Universitätsmedizin ist in verschiedene Teilprojekte involviert und mit Univ.-Prof. Dr. Frauke Zipp als Beisitzerin im Vorstand des Kompetenznetzes Multiple Sklerose vertreten.
Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Kontakt:
 Univ.-Prof. Dr. Frauke Zipp
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Tel.: 06131 17-7156
Homepage

BMBF – Krankheitsbezogenes Kompetenznetz "Degenerative Demenzen"

Seit 2008 wird das krankheitsbezogene Kompetenznetz „Degenerative Demenzen“ vom BMBF für drei Jahre gefördert. Die Universitätsmedizin Mainz ist als Gründungsmitglied und Partner mit dem Teilprojekt: „Transportstudien von Aß42 Oligomeren, NSAIDs und abgeleiteten Molekülen über die Blut-Hirnschranke“ beteiligt. Die Akkumulation von Aß42 Peptiden im Gehirn ist ein ursächlicher Schritt in der Pathogenese der Alzheimer-Erkrankung. Abß42 Peptide haben eine starke Tendenz zu aggregieren, und kleine Aggregate (Oligomere) wirken besonders zellschädigend. Aß-Oligomere stehen mit einzelnen Aß Peptiden (Monomere) in einem Gleichgewicht. Über die Regulation dieses Gleichgewichtes und den physiologischen Abbau der Oligomere ist jedoch wenig bekannt.

Die Blut-Hirnschranke ist eine natürliche Barriere im Körper, welche den Transport von Molekülen in das Gehirn oder umgekehrt aus dem Gehirn in die Peripherie reguliert. Auch Aβ Peptide und Medikamente wie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAIDs) können die Blut-Hirnschranke nicht frei passieren. Aβ-Peptide gelangen aus dem Gehirn nur über spezielle Transporter in die Blutbahn, um anschließend z.B. in der Leber abgebaut zu werden. Eine ungeklärte Frage ist, ob Aβ-Oligomere über die Blut-Hirnschranke transportiert werden können, oder ob sie hierfür zunächst in Monomere zerlegt werden müssen.

Kontakt:
 Univ.-Prof. Dr. Claus Pietrzik
Institut für Pathobiochemie
Tel.: 06131 39-25390
Homepage

BMBF - Kompetenznetz Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD)

Das Deutsche Kompetenznetz Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) ist ein Verbund, der vom BMBF unterstützt wird. Die Universitätsmedizin Mainz ist Teilnehmer im Bereich ASTHMA/MRI. Sie wirkt an der konkreten Zielsetzung des Kompetenznetzes, Fortschritte bzgl. der Prävention, Diagnostik und Therapie von Asthma zu erzielen, mit. Hierfür werden im Rahmen des Kompetenznetzes verschiedenartige Projekte mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen bearbeitet, die von grundlagenorientierten, zellbiologischen und/oder tierexperimentellen Arbeiten über methodisch technische Entwicklungen bis zur Bildung und longitudinalen Verfolgung von Patientenkohorten. Dazu kommen entsprechende Bio- und Imagebanken.

Der Bereich ASTHMA/MRI hat folgende konkrete Ziele:

  • Entwicklung der MRT der Lunge als ein geeignetes und routinetaugliches diagnostisches Verfahren für COPD und Asthma.
  • Entwicklung und Implementierung von MR-Messprotokollen zur Phänotypisierung, Quantifizierung von Einschränkungen der Lungenfunktion und Definition von Zielregionen für operative und interventionelle Therapien.
  • Entwicklung einer Software – Plattform für die MRT der Lunge zur Quantifizierung im Monitoring von Therapieeffekten und in der Überwachung des Krankheitsverlaufs.

Kontakt:
 Univ.-Prof. Dr. Christoph Düber
Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Tel.: 06131 17-7371
Homepage